Das Jahr war ein  überaus trockenes. Von Ende Febr. bis Mitte Dez. gab es keine nennenswerte Niederschläge; auch die Sommermonate waren an regenbringenden Gewittern sehr arm.

Die Folge war eine fast gänzliche Missernte. Es herrschte große Futternot, Grummet brauchte in den meisten Wiesen gar nicht gemäht zu werden. Bis spät in den Herbst hinein wurde das Vieh auf die magere Weide getrieben. Kartoffeln gab es auch nur sehr wenig.

Im Herbst betrug der Preis für den Zentner durchschnittlich 100 Mark, im Winter bereits 185 - 200 Mark. Schon früh im Sommer stellte auch die hiesige Wasserleitung teilweise ihren Betrieb ein.

Um das wenige Wasser zu sammeln, wurde tagsüber und während der Nacht die Leitung abgesperrt und nur kurze Zeit morgens und abends aufgedreht; doch konnte auch durch diese Maßnahme nicht verhindert werden, dass das Oberdorf den ganzen Sommer ohne Wasser war.

Die Bewohner dieses Ortsteiles mussten alles Wasser tragen.

Erst im Dezember brachte es die Leitung zu ihrer früheren Leistungsfähigkeit.